auf den Punkt.
Nr. 8 2018
Editorial
Gesundheitswirtschaft braucht mehr politische Aufmerksamkeit

Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Bereichen der deutschen Volkswirtschaft. Über sieben Millionen Beschäftigte erwirtschaften knapp zwölf Prozent des deutschen BIP. Dennoch wird diese wichtige Branche immer noch unterschätzt und auf die Diskussion über den Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung reduziert.

Dabei wachsen Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik stärker als der Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Die Hersteller von Medizinprodukten sind hochinnovative Unternehmen, die international enorm erfolgreich sind. Die demografische Entwicklung in Deutschland und Europa verlangt Lösungen für die Folgen von Alterung und der Zunahme chronischer Erkrankungen. Trotzdem erfährt die Branche nicht die gleiche politische Unterstützung wie andere Bereiche der deutschen Wirtschaft.

Bei der Umsetzung der neuen EU-Verordnung über Medizinprodukte (MDR) zum Beispiel hat der ZVEI zusammen mit anderen Verbänden sehr früh auf die kurze Übergangsfrist hingewiesen. Der ehrgeizige Zeitplan der Europäischen Kommission führt jetzt zu einem vorhersehbaren Engpass. Lösungsvorschläge, die verhindern, dass Medizinprodukte nicht verfügbar sind oder Arbeitsplätze gefährdet werden, gibt es aber trotz vieler Warnungen derzeit nicht.

Auch bei der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft fehlt die Begleitung durch die Politik. Vergleichbare Initiativen zur Plattform Industrie 4.0 oder der Nationalen Plattform Mobilität gibt es für den Gesundheitsbereich nicht. Dabei verbessert die Digitalisierung die Qualität der Gesundheitsversorgung und ermöglicht Einsparungen in Milliardenhöhe. Sie ist auch Voraussetzung dafür, dass Deutschland ein weltweit führender Standort für die industrielle Gesundheitswirtschaft bleibt.

Das deutsche Gesundheitssystem ist gesetzlich stark reguliert. Digitale Veränderungen stoßen deshalb schnell an Grenzen, welche sinnvolle Lösungen verhindern. Bereits im Januar hat der ZVEI deshalb zusammen mit anderen Verbänden der industriellen Gesundheitswirtschaft die deutsche Politik aufgefordert, ein übergreifendes eHealth-Zielbild und auf dieser Basis eine nationale eHealth-Strategie zu entwickeln. Andere Länder haben hiermit gute Erfahrungen gemacht. Obwohl der Vorschlag im Koalitionsvertrag berücksichtigt wurde, gibt es bis jetzt aber noch keine Koordinierung dieses wichtigen Themas durch die deutsche Politik.

Im ZVEI ist Gesundheit einer von fünf Leitmärkten. Dieselbe Aufmerksamkeit sollte das Thema auch bei der Politik finden.

Ihr Hans-Peter-Bursig
Geschäftsführer ZVEI-Fachverband Elektromedizinische Technik

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Schlaglicht
Zölle

US-Präsident Donald Trump hat mal geäußert, Zölle würden sein Land viel reicher machen, als es heute ist. Anbei ein paar grundsätzliche Anmerkungen zu Zöllen, die seine Behauptung allerdings nicht eben stützen.

Zölle haben große Ähnlichkeiten mit Umsatzsteuern. Sie treiben einen Keil zwischen den Preis (importierter) Güter, den die Käufer bezahlen müssen, und den Erlös, welchen die (ausländischen) Verkäufer erhalten. Die Differenz fließt an den Staat. So werden manche – eigentlich für beide Seiten lohnenden – Transaktionen vereitelt. Zölle auf einzelne Waren lenken die Konsumenten zulasten ausländischer Anbieter (die sie eigentlich präferieren) hin zu inländischen Produzenten. Werden Zölle dagegen breitflächig eingeführt, sind die Konsequenzen schon nicht mehr so klar, weil etwaige Wechselkursveränderungen ihre Effekte in einem gewissen Maß aufheben können.

Im Unterschied zu Steuern diskriminieren Zölle danach, wo die Produkte hergestellt worden sind. Zudem sind sie meist umständlicher, indem verschiedenste Waren mit den unterschiedlichsten Zollsätzen belegt werden. Auch werden Lobbyaktivitäten befördert, weil bestimmte Gruppen durch Zölle Schutz vor Importkonkurrenz suchen oder Ausnahmen für sich erwirken wollen. Das birgt die Gefahr, dass der Staat zum Spielball von Einzelinteressen wird.

Selbstschädigend sind Zölle ferner insoweit, als das Ausland zu Vergeltungsmaßnahmen provoziert wird. Diese treffen dann die heimischen Exporteure. Eine Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Spirale verbreitet Unsicherheit, die bekanntlich immer schlecht fürs Geschäft ist, nicht zuletzt für Investitionen. Die verzerrenden Effekte von Zöllen unterminieren die Produktivität der Volkswirtschaft. Auch wenn es mit expansiver Geld- und Fiskalpolitik gelingen sollte, die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung trotz Handelsbarrieren aufrecht zu halten, kommt es zu Verschiebungen: Durch Zölle geschützte Bereiche ziehen Arbeit und Kapital aus anderen Sektoren ab. Dass amerikanische Stahlfirmen von 25 Prozent hohen Zöllen auf importierten Stahl angetan sind, liegt auf der Hand. Das Nachsehen haben aber stahlverarbeitende Firmen weiter entlang der Wertschöpfungskette sowie deren Kunden. Für sie wird es teurer.

Gibt es auch Argumente für Zölle? Zugegebenermaßen, ja. So kann es für Entwicklungsländer administrativ bedeutend einfacher sein, Zölle einzusammeln statt Steuern, weil es dazu weniger Infrastruktur (etwa nur Häfen) bedarf. Die Ukraine generiert ein Drittel ihrer Einnahmen über Zölle, Deutschland gerade einmal um die ein bis zwei Prozent. Zölle können eine im Aufbau befindliche Volkswirtschaft (die erst noch zu Wettbewerbern aufschließen muss) davor bewahren, mit Importen aus dem Ausland überschwemmt zu werden. Der vorübergehende Schutz hilft dann mitunter auch, grundsätzlich politische Unterstützung für Freihandel und offene Märkte zu mobilisieren.

Freilich sollte man es mit dem gutgemeinten Protektionismus nicht übertreiben. Denn in aller Regel ist die laute Gruppe an profitierenden Befürwortern um Längen kleiner als die stille Masse derjenigen, die von Zöllen negativ betroffen sind.

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Andreas Gontermann

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Meinung
MDR – negative Folgen für den Medizintechnikstandort verhindern

Die neue EU-Verordnung über Medizinprodukte (MDR) ist seit 25. Mai 2017 in Kraft und wird zum 26. Mai 2020 vollständig gültig. Die Hersteller von Medizinprodukten müssen bis zu diesem Termin ihr gesamtes Produktportfolio, auch alle Bestandsprodukte, einer kompletten neuen Konformitätsbewertung unterziehen.

Die Industrie hat seit dem letzten Jahr mit Hochdruck daran gearbeitet sich auf die neuen Anforderungen einzustellen. Die Tatsache, dass immer noch die meisten Rechtsakte zur Umsetzung der Details der neuen Verordnung fehlen macht die Arbeit für die Unternehmen nicht einfacher. Noch viel gravierender ist, dass 20 Monate vor Ende der Übergangsfrist noch keine einzige „Benannte Stelle“ unter der MDR akkreditiert worden ist!

Behörden, Industrie aber auch der Gesundheitsversorgung in der EU läuft inzwischen die Zeit davon. Im Rahmen der CE-Kennzeichnung müssen die „Benannten Stellen“ für viele Medizinprodukte bereits im Entwicklungsprozess zwingend beteiligt werden, um das hohe Sicherheitsniveau der Produkte zu garantieren. Ohne „Benannte Stellen“ gibt es keine CE-Kennzeichnung und ohne diese keinen Marktzugang in der EU!

Ohne ausreichende Zahl an „Benannten Stellen“ droht dem Medizintechnikstandort Deutschland deshalb enormer Schaden. Die Länder der EU sind für die deutsche Medizintechnik noch immer der bedeutendste Markt. Gerade mittelständische Unternehmen, die den größten Teil der Branche ausmachen, sind durch den enormen Aufwand für die Anpassung an die MDR bereits personell wie finanziell bis an die Grenzen belastet. Wird der Zugang zum Markt unterbrochen, bedroht das viele Unternehmen in ihrem Überleben.

Die Politik muss hier schnell pragmatische Lösungen finden, damit eine dynamische Wachstumsbranche in Deutschland nicht unverschuldet in Gefahr gerät.

Christian O. Erbe
Mitglied des ZVEI-Vorstands
Geschäftsführer Erbe Elektromedizin GmbH

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ZVEI aktiv
Cybersicherheit und Medizintechnik – erfolgreiches Themenmanagement des ZVEI

Moderne Gesundheitsversorgung ist ohne vernetzte Medizintechnik nicht mehr möglich. Durch die Vernetzung sind jedoch vermehrt auch Krankenhäuser Angriffsziele für Cyberattacken geworden. Diese veränderte Gefährdungslage müssen die Hersteller von Medizinprodukten berücksichtigen.

Der ZVEI hat schnell auf die spezifischen Herausforderungen in der Medizintechnik reagiert und sachgerechte Lösungen auf den Weg gebracht, die breite Akzeptanz gefunden haben. So hat er die Entwicklung im vergangenen Jahr mit seinem Positionspapier „Medizintechnik braucht Cybersicherheit“ thematisiert. Parallel dazu hat der Verband das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aktiv dabei unterstützt, eine Empfehlung „Cyber-Sicherheitsanforderungen an netzwerkfähige Medizinprodukte“ zu entwickeln.

Parallel dazu hat der ZVEI einen Austausch mit dem BSI sowie weiteren Verbänden von Industrie und Anwendern ins Leben gerufen, um ein koordiniertes Vorgehen für mehr Cybersicherheit im deutschen Gesundheitssystem zu erreichen. Aus diesen Gesprächen ist eine Initiative entstanden, mit der die Anwender in Gesundheitseinrichtungen zukünftig in standardisierter Form über die Cybersicherheitsmaßnahmen informiert werden sollen, die in bestimmten Medizinprodukten implementiert sind. Damit können diese Geräte besser in die Sicherheitskonzepte vor Ort integriert werden. Diese Initiative wird voraussichtlich im nächsten Jahr in einem Expertenkreis Medizintechnik in der Allianz für Cybersicherheit aufgehen, welche der ZVEI federführend betreuen wird.

Ihre Ansprechpartnerin:
Sarah Linke

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Multimodale OP-Räume optimal planen und nutzbar machen

An die Gesundheitsversorgung werden zurecht hohe Anforderungen gestellt: sie soll flächendeckend verfügbar, erwiesenermaßen sicher und qualitativ hochwertig sein. Innovative Medizintechnik spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn moderne Medizin basiert zu einem wesentlichen Teil auf dem Zusammenspiel verschiedener leistungsfähiger Geräte und ihrer Bedienung durch geschulte Anwender. Dabei wird ein koordiniertes Vorgehen verschiedener medizinischer Disziplinen immer wichtiger – vor allem im Operationsraum.

Für Kliniken besteht zunehmend die Notwendigkeit, hybride Interventionsmöglichkeiten – also von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gesteuerte OP-Räume – zu planen und nutzbar zu machen. Über die Verbindung von Radiologie und Chirurgie hinaus sind mittlerweile multimodale Gesamtsysteme zu installieren, die den Bedarf und Leistungsanspruch des Betreibers einerseits sowie die lokalen Gegebenheiten andererseits in Einklang bringen.

Zur sorgfältigen Analyse und Hilfestellung vor der Einrichtung derartiger Funktionsräume hat der ZVEI eine acht Dokumente umfassende Planungshilfe entwickelt. Diese konkretisiert die wichtigsten Fragestellungen für den optimierten Umbau oder die zielgenaue Neugestaltung von Hybrid-OPs. Im Zentrum stehen die Aspekte medizinischer Workflow, Ausstattung, Sicherheit, Zukunftsausrichtung und Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend ist, dass Planer, Architekten und Betreiber sich frühzeitig mit den diversen Interdependenzen der technischen Komponenten auseinandersetzen und geeignete Experten aus den betroffenen technischen und medizinischen Fachgebieten hinzuziehen.

Ihr Ansprechpartner:
Andreas Bätzel

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Erfolgreiche Nachwuchsinitiative „my eFuture“ auch 2019 auf der Hannover Messe

Um das Interesse junger Leute für die Unternehmen der Elektroindustrie zu wecken und sie als zukünftige Fachkräfte zu gewinnen, muss man sie für Technologien begeistern. Nirgendwo geht das besser, als auf den großen Leitmessen der Industrie. Für das einzelne Unternehmen ist es jedoch eine große Herausforderung, Schüler einzuladen und einen ansprechenden Tag für sie zu gestalten. Deswegen organisieren ZVEI und New Automation seit der Hannover Messe 2018 „my eFuture“-Schülertouren zu den Messeständen der Partner und führen damit das eingestellte Format Tec2You optimiert fort.

Die Evaluation der „my eFuture“-Initiative 2018 hat ergeben, dass die Touren von den jungen Leuten bzw. Bildungspartnern nicht nur als „Wandertag“ wahrgenommen werden, sondern als Baustein einer unternehmensunabhängigen, praxisorientierten Berufsorientierung. Gleichzeitig bietet „my eFuture“ einen großen Mehrwert für die Unternehmen: Hier kann sich die Branche, die dringend junge Fachkräfte benötigt, als spannender Arbeitgeber präsentieren.

„my eFuture“ 2019: Anmeldung als Partner bis 15.11.2018
Aus diesen Gründen bieten ZVEI und New Automation die erfolgreiche Nachwuchsinitiative „my eFuture“ auch auf der Hannover Messe 2019 (1. bis 5. April 2019) wieder an. Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen: Schülerinnen und Schüler werden hierbei mit eigenen Betreuern aus den Unternehmen zu verschiedenen Tourpunkten geführt. Außerdem können Unternehmen selbst Tourpunkt von „my eFuture“ werden.

Interessierte bitten wir um Rückmeldung bis 15.11.2018 an myefuture@zvei.org.

Ihr Ansprechpartner:
Marius Rieger

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Neues Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken ab 2019

Den amtlichen Produktionserhebungen im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe, die monatlich und vierteljährlich aufgrund des Gesetzes über die Statistik im Produzierenden Gewerbe durchgeführt werden, liegt das Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken (GP) zugrunde. Dieses Güterverzeichnis wird in regelmäßigen Abständen überarbeitet, um es an neue Produktentwicklungen anzupassen. Dabei sind die Vorgaben der europäischen Produktionsstatistik PRODCOM zu erfüllen und Anregungen aus der Wirtschaft fließen in die Überarbeitung mit ein. So wurde das Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken, Ausgabe 2009 (GP 2009) neu gefasst und als Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken, Ausgabe 2019 (GP 2019) herausgegeben. Diese Fassung finden sie online, die ab dem Berichtsjahr 2019 in den Produktionserhebungen eingesetzt wird.

Die berichtspflichtigen produzierenden Betriebe werden von den Statistischen Landesämtern über das neue Güterverzeichnis detailliert informiert. Dabei erhalten die Betriebe eine Übersicht, in der die bisher von ihnen gemeldeten Güterarten des GP 2009 denen des neuen Güterverzeichnisses GP 2019 gegenübergestellt sind. Die Betriebe können Korrekturen oder Ergänzungen vornehmen und diese den Statistischen Landesämtern zurück melden. Dort werden die aktualisierten Angaben bereits in den ab 2019 verwendeten IDEV-Formularen vorbelegt und stehen somit den Betrieben bei der Durchführung der Erhebung zur Verfügung. Dadurch wird es ihnen erleichtert, ab Januar 2019 bzw. ab dem ersten Quartal 2019 ihre Produktionsangaben nach dem GP 2019 zu melden.

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder erhoffen sich durch diese Maßnahmen einen erheblichen Beitrag zur Sicherung der Qualität der Ergebnisse der Monatlichen und Vierteljährlichen Produktionserhebungen und zur Vermeidung zusätzlicher Aufwände seitens der meldenden Betriebe nach dem Umstieg auf das neue Güterverzeichnis ab 2019.

Ihr Ansprechpartner:
Peter Giehl

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ZVEI-Kampagne zum European Cyber Security Month – Nur wer die Gefahren kennt, kann sich schützen

„Ich wurde gehackt. Was nun?“ Cyberangriffe sind in der deutschen Wirtschaft täglich Realität. Betroffen sind nicht nur Office-IT, sondern auch smarte Unterhaltungselektronik, vernetzte Medizintechnik und intelligente Produktionsanlagen. Es ist daher von großer Bedeutung, Aufmerksamkeit und Wissen in puncto Cybersicherheit bei Unternehmen, Politik, Bürgern und Mitarbeitern zu erhöhen. Genau dafür hat der ZVEI eine Kampagne zum European Cyber Security Month konzipiert und darin wöchentlich im Oktober 2018 über Fakten rund um Cybersicherheit auf der Verbandswebseite und dem Twitterkanal @ZVEIorg informiert.

Know-how-Aufbau leistet großen Beitrag zu mehr Cybersicherheit
Aus einer von ZVEI und Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeinsam erstellten Cybersicherheitsumfrage unter Mitgliedsunternehmen geht hervor, dass menschliches Fehlverhalten sowohl im Bürobereich als auch in der Produktion zu den häufigsten Ursachen für erfolgreiche Cyberangriffe zählt. Über den European Cyber Security Month hinaus, setzt der ZVEI mit dem Newsgame „Hack the Factory“ an dieser Stelle an und vermittelt Wissen spielerisch. In der Rolle eines Hackers – zum Beispiel als „Skriptkiddie“ oder staatlicher Angreifer – versuchen die Spieler in eine vernetzte Fabrik einzudringen.

Welche Angriffsmethoden gibt es? An welcher Stelle greift man am besten an? Und wie häufig sind Unternehmen eigentlich Cyberattacken ausgesetzt? Nur wer diese Fragen richtig beantwortet, erreicht sein Ziel. Das Newsgame soll sowohl Gamer als auch Themeninteressierte ansprechen. Egal mit welcher Motivation gespielt wird – am Ende kennt der Spieler wichtige Fakten zur Cybersicherheit.

Ihr Ansprechpartner:
Lukas Linke

Zur ZVEI-Kampagne gelangen Sie hier.
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Digitalisierung ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung Afrikas

Die Strategische Partnerschaft Digitales Afrika (SPDA) bringt deutsche und europäische Unternehmen mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit zusammen. Derzeit sind über 150 Firmen im Netzwerk aktiv; große Konzerne ebenso wie kleine und mittelständische Unternehmen. Unter dem Vorsitz von Günter Nooke, dem persönlichen Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin, entwickeln die Partner Projekte in den Themenfeldern Bildung, Energie, Gesundheit, Good Governance, Landwirtschaft und Mobilität.

Ruanda ist bei Wirtschaftswachstum, Digitalisierung und Stadtentwicklung ein Vorreiterland in Afrika. Das Land verfolgt ambitionierte Pläne für smarte Mobilität: So wurde 2016 ein Bussystem mit WLAN an Bord eingeführt, der Radverkehr wird aktiv gefördert und es werden Fußgängerwege gebaut.

Mit „Moving Rwanda“ wird ein VW-Werk in Kigali mit der gemeinschaftlichen Nutzung von Autos, einer Ausbildungsinitiative sowie der Möglichkeit für weitere lokale Geschäftsmodelle verbunden. So sollen umweltfreundliche Carsharing-Modelle eingeführt und auch mit Elektroautos betrieben werden. Die Initiative umfasst neben VW auch weitere Unternehmen und wird durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beratend unterstützt.

Wenn Sie im Rahmen von SPDA eine konkrete Projektidee verwirklichen möchten, wenden Sie sich gerne direkt an Severin Peters (Leiter SPDA) via digitales-afrika@giz.de.

Ihr Ansprechpartner:
John Ulrich Fimpel
GIZ, EZ-Scout im ZVEI

Weitere Informationen
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Konjunktur & Märkte
Beschäftigte
Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Elektroindustrie hat sich im August 2018 auf 884.549 erhöht. Dies ist der höchste Stand seit 17 Jahren. Allein im laufenden Jahr ist die Zahl der Branchenbeschäftigten bereits um rund 17.000 gestiegen.

Quelle: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen

Umsatz
Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie ist im August 2018 um 2,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,1 Milliarden Euro gestiegen. Die Erlöse mit Kunden aus dem Inland legten um 3,7 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro zu. Der Auslandsumsatz übertraf seinen Vorjahreswert um 1,1 Prozent und kam auf 8,4 Milliarden Euro (Eurozone: +3,5% auf 3,0 Mrd. €, Drittländer: -0,1% auf 5,4 Mrd. €).

Quelle: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen
Geschäftsklima − bis einschließlich September 2018
Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich auch im September 2018 leicht verbessert. Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als noch im August. Dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich an.

Quelle: ifo Institut


Elektro-Außenhandel
Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie sind im August 2018 um 4,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,7 Milliarden Euro gewachsen. Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland zogen um 3,6 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro an.

Quelle: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen

Zahl des Monats
7,3 Millionen
Erwerbstätige arbeiteten in Deutschland im Jahr 2017 in der Gesundheitswirtschaft
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8. VDE/ZVEI Symposium Mikroelektronik 2018
6. November 2018, Berlin

Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff „Sinn“ die physiologische Wahrnehmung der Umwelt mit Sinnesorganen. Gilt dies auch für die digitale Welt? Die Sinnesorgane der digitalen Welt sind die so genannten Sensoren, also technische Bauelemente der Mikroelektronik. Nicht zuletzt der Fortschritt in der Mikroelektronik ermöglicht, dass Sensoren auch Sinne abbilden können, die wir Menschen nicht besitzen. Durch Mikroelektroniksensoren können wir für uns selbst „neue Sinne“ erschließen und unser Umfeld in neuen Dimensionen erfassen.

Das Mikroelektronik-Symposium hat sich zum Ziel gesetzt, die wissenschaftliche, technische und politische Diskussion über die Bedeutung der Mikroelektronik für den Wirtschaftsstandort Deutschland anzuregen und zu fördern. Erstmals wird das Symposium durch eine Ausstellung ergänzend begleitet. Das Motto in diesem Jahr lautet “Sensoren - Sinne der digitalen Welt“. Ziel ist es, dass wir unsere Umwelt mit neuen Augen sehen und so ein anderes Verständnis erzeugen.

Ihr Ansprechpartner:
Christoph Stoppok

Zu Programm und Anmeldung
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Medica 2018
12. bis 15. November 2018, Düsseldorf

Auch in diesem Jahr ist der ZVEI auf der Medica, der größten Messe der Medizinbranche, vertreten. In dem gemeinsam mit dem Verband Spectaris organisierten Medica Tech Forum (Halle 12, Stand 12E73) präsentieren Experten marktrelevante Themen aus Technik, Wissenschaft, Regulatory Affairs und Politik rund um die Branche der Medizintechnik. Jeder Messetag steht unter einem anderen Fokusthema: „Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft“ am Montag, „Internationaler Marktzugang für Innovationen“ am Dienstag, Mittwoch geht es um „Regulatorisches und praktische Lösungen“ und am Donnerstag um die „Sicherheit für Klinik-Investitionen und -Betrieb“. Das vorläufige Programm des Medica Tech Forums finden Sie hier.

Im Jahr 2017 kamen über 5.000 Aussteller und gut 120.000 Besucher zur Medica nach Düsseldorf. Die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hersteller und die starke internationale Nachfrage nach deutschen Medizintechnikprodukten machen die Messe seit vielen Jahren zur Weltleitmesse für Medizin und Medizinprodukte. Der Gesamtumsatz der im ZVEI vertretenen deutschen Elektromedizin mit ihren über 38.000 Beschäftigten lag 2017 bei 11,7 Milliarden Euro.

Ihr Ansprechpartner:
Hans-Peter Bursig

Mehr Informationen zur Medica 2018
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Electronica 2018
13. bis 16. November 2018, München

Im November erwarten annähernd 3.000 Aussteller mehr als 70.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt, um diesen die neuesten Entwicklungen und Elektroniktrends zu präsentieren. Von der Leiterplatte über Halbleiter, Sensoren, Verbindungstechnik, Displays bis hin zu komplexen elektronischen Systemen und Electronic Manufacturing Services reicht das Spektrum von „Planet e“, der wichtigsten Elektronikschau der Welt.

Bedingt durch das enorme Wachstum und dem stetig steigenden Flächenbedarf der Aussteller, werden neue Hallen in die Veranstaltung integriert und die Struktur der Ausstellungsbereiche vollkommen umgestaltet. Ziel ist es, die Besucher schneller und genauer in die jeweiligen Segmente zu führen und angrenzende Themenfelder besser miteinander zu vernetzen.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Veranstaltung. Vier Konferenzen vermitteln Fachwissen auf Top-Management-Ebene:

• electronica Automotive Conference, 12. November 2018

• electronica Embedded Platforms Conference, 14. - 15. November 2018

• electronica Medical Electronics Conference, 15. November 2018

• Wireless Congress, 14. - 15. November 2018

Der ZVEI ist mit seinen Fachverbänden Electronic Components and Systems sowie PCB and Electronic Systems maßgeblich an der Gestaltung von Konferenzen, Foren und der Nachwuchsinitiative zur Messe beteiligt. Besuchen Sie uns in München zur Electronica im Atrium B1.1 - Eingang West.

Ihr Ansprechpartner:
Christoph Stoppok

Informationen rund um die Electronica 2018
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Fachtagung "Fachkräfteentwicklung durch arbeitsplatznahe Weiterbildung gestalten"
10. Dezember 2018, Frankfurt am Main

Arbeiten und Lernen zu verbinden und dadurch die Fachkräfteentwicklung im Unternehmen zukunftsweisend zu gestalten, ist angesichts von Industrie 4.0 eine essentielle Herausforderung. Wie eine solche Form der passgenauen Weiterbildung gestaltet sein kann, damit sie effizient und zugleich motivierend ist, wird in dieser Fachtagung vorgestellt. Hierzu laden wir herzlich ein!
Die Weiterbildung für Fachkräfte zielt auf einen großen Nutzen für den Einzelnen und das Unternehmen ab.

Auf der Fachtagung werden Best-Practice-Beispiele aus innovativen Unternehmen präsentiert und das Elektrotechnik-Weiterbildungssystem vorgestellt. Zu diesem Weiterbildungssystem hat die Fernuniversität in Hagen – gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) – ein didaktisches Umsetzungskonzept entwickelt. Zentral geht es dabei um die Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse auf weitere Betriebe.

Ihr Ansprechpartner:
Marius Rieger

Weitere Informationen zur Veranstaltung
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